Giese Consult
Hünenberg, Schweiz
Erste Kontaktaufnahme
via Formular
Telefonischer Kontakt
nach Terminabsprache

Short Selling – Grundlagen (Teil 3)

Über diese Beitragsserie

Diese mehrteilige Serie ist als Grundkurs zum Thema ‚Wie kann ich für mehrere Tage bis Wochen auf fallende Kurse von Einzelaktien setzen?‘ gedacht. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass das sogenannte Short Selling von Einzelaktien kein Hexenwerk ist und wesentlich einfacher ist, als von vielen Tradern angenommen.

Eine umfangreiche Ausbildung zum Thema wird im Rahmen unseres Webinars ‚Short Selling von Einzelaktien‘ angeboten, welches am 9. und 10. Juni 2018 stattfindet. >Details zum Seminar<


… Fortsetzung (Teil 3)

Vor- und Nachteile des Short Sellings

Das Short Selling von Einzelaktien birgt – ähnlich dem Kauf einer Aktie – Gefahren (Risiken), wie auch Chancen in sich. In meinen Augen überwiegen die Vorteile allerdings die Nachteile.

Risiko und Herausforderung

Der Hauptunterschied im Vergleich zu einer gekauften Aktie ist auch zugleich der grösste ‚Risikofaktor‘:
Der Maximalverlust für eine gekaufte Aktie beträgt 100 Prozent. Im Gegensatz dazu kann der Verlust für eine leerverkaufte Position über 100 Prozent liegen – nämlich dann, wenn sich die Aktie mehr als verdoppelt. Dieser Verlust ist allerdings zunächst einmal rein theoretisch und geht davon aus, dass eine Short Position die gegen einen läuft, nicht glattgestellt wird.

Eine gute Short Selling Strategie verfügt allerdings über ein entsprechendes Risikomanagement (Regeln), das hilft, die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Extremfall fast vollständig zu eliminieren (eine kleine Restwahrscheinlichkeit bleibt natürlich immer).

Ein Nachteil von Leerverkäufen in Einzelaktien besteht – zumindest auf den ersten Blick – in der Tatsache, dass sich der breite Aktienmarkt, repräsentiert beispielsweise durch den S&P 500 Index, zu circa 80 Prozent der Zeit in einem Bullenmarkt befindet. Ich hatte hierzu in meinem Buch ‚Nachhaltig erfolgreich traden‘ im Kapitel zum Marktphasenmodell eine entsprechende Auswertung präsentiert.

Soll eine Leerverkaufsstrategie auch während Bullenmarktphasen umgesetzt werden, bedeutet dies, gegen den breiten Aktienmarkt zu handeln. Auf den ersten Blick ein zumindest aus mathematischer Sicht wenig sinnvolles Unterfangen.

Allerdings führt eine genauere Betrachtung einzelner Branchen in Kombination mit der Fundamentalanalyse, gesteuert über ein Übergeordnetes Marktmodell, in die richtige Richtung:

Auch während Bullenmarktphasen wie 2017 gab es Aktien aus einzelnen Branchen, die sich schwach entwickelten. Diese Branchen und Titel mit Hilfe einer systematischen Vorgehensweise zu identifizieren, ist Bestandteil einer vollständigen Leerverkaufsstrategie.

Anmerkung:
Hier handelt es sich um exakt denjenigen Bereich, in dem mir Anfang dieses Jahres für den mittelfristigen Short Selling Bereich mit Hilfe der Berücksichtigung einiger simpler Regeln nach über 15 Jahren Untersuchungen ein Durchbruch gelungen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich Einzelaktien ausschliesslich mit einer Haltedauer von wenigen Tagen short gegangen.

Der folgende Chart zeigt die Aktie von Mattel (Symbol: MAT) und darunter den S&P 500 Index. Im zweiten Chart findet sich die Aktie von Teva Pharmaceuticals (TEVA). In beiden Fällen ergab sich eine Abkopplung vom Aufwärtstrend des breiten Aktienmarkts (S&P 500 Index).

Im nächsten Teil gehe ich auf die Vorteile ein, die sich ergeben, wenn Aktien auf der Long-, wie auch auf der Short-Seite gehandelt werden.

Share